Jahresfahrt unseres Kultur- und Geschichtsvereins nach Chemnitz in die Kulturhauptstadt Europas (Juli 2025)

Vom 17. bis zum 20. Juli führte uns unsere traditionelle Jahresfahrt nach Chemnitz in die Kulturhauptstadt Europas 2025.

Auf dem Hinweg besuchen wir die alte Residenzstadt Gotha. Die Nachkommen von Ernst den Frommen (1675) sind in allen europäischen Fürstenhäusern verwurzelt. Er gilt deshalb als „Opa von Europa“.

Kurz vor Chemnitz besichtigten das Schloss Lichtenwalde. Dort führt uns eine Dame im barocken Gewand durch das Schloss und berichtete über dessen wechselvolle Geschichte mit den Ahnenreihen der verschiedenen Besitzer.

In Chemnitz wohnten wir im Residenzhotel, das im Volksmund „Paprikaturm“ genannt wird, weil es von 1967 bis 1983 mehr als 20.000 ungarischen Vertragsarbeitern als erste Unterkunft diente.

Die Wiederaufbauleistung des im Krieg stark zerstörten Chemnitz beeindruckte uns sehr ebenso wie die Restauration wichtiger Kulturstätten nach der Wende.

Am dritten Tag fuhren wir in das Erzgebirge nach Freiberg. Die alte Silberstadt hat eine interessante Geschichte als Bergbaustadt. Die Bergwerksakademie ist die erste montanwissenschaftliche Hochschule mit eigenen Bergwerken (seit 1765) und lockt noch immer Studenten und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Freiberg wurde im Krieg nicht zerstört und besitzt noch immer die ursprüngliche Bebauung.

Unsere nächste Station war das ehemalige Jagd- und Lustschloss Augustusburg. Es erhebt sich am Nordrand des Erzgebirges auf einem 516 Meter hohen Kegel aus Quarzporphyr. Kurfürst August von Sachsen ließ das monumentale Renaissanceschloss vor über 450 Jahren als Symbol seiner Macht errichten. In der kürzlich renovierte  Schlosskirche malte das Altarbild Lucas Cranach der Jüngere. Das eigentliche Highlight unserer Schlossführung war jedoch das Brunnenhaus mit dem über 130 Meter tiefen Brunnen. Es dauerte 9 Jahre, um den Brunnen in den Fels zu schlagen.

Am letzten Tag fuhren wir nach Zwickau, der Geburtsstadt von Robert Schumann. Der Bauernführer Thomas Müntzer predigte 1525 in der Katharinenkirche. Beiden wurde ein Denkmal gesetzt. Im Mittelalter führten wichtige Handelswege durch Zwickau. Dieser Reichtum zeigt sich auch in den prächtigen (nach der Wende restaurierten) Gebäuden wie das Rathaus.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stop in Weimar. In der Goethe-Stadt aßen wir im Restaurant „Zum schwarzen Bären“ am Markt zu Mittag.

Unsere Stationen

Gotha

Historisches Rathaus

Schloss Lichtenwalde

Unsere Schossführerin in der Schlosskapelle mit Taufstein und Donald-Orgel

Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz

Chemnitz Stadt mit Köpfchen
Jugendstilvilla Esche
Majolikahaus

Freiberg

Freiberger Obermarkt

Schloss Augustusburg

Schlosskapelle
Altarbild von Lucas Cranach den Jüngerin

Zwickau

Rathaus

Weimar

Goethe und Schiller